Mediation


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Mediation

Ziel von Mediation ist nicht, dass Sie in allem einer Meinung sind, Mediation bedeutet vielmehr, dass Sie bereit sind, sich an einen Tisch zu setzen, um über die unterschiedlichen Sichtweisen zu Ihrem Konflikt zu reden. Mediation soll Sie in die Lage versetzen, kraftvoll Ihre Konflikte und Streitthemen beizulegen und eigene Lösungen zu vereinbaren. Ziel ist also, dass Sie die Dinge selbst steuern.

Was ist Mediation?

Mediation ist ein strukturiertes, bewährtes Verfahren, um Konflikte und Auseinandersetzungen zu klären und einvernehmliche, verbindliche und schriftliche Regelungen zu vereinbaren. Mediation ist in unterschiedlichen Settings und Bereichen möglich. Ich konzentriere mich auf Familien- und Erbmediation.

Was ist die Aufgabe einer Familienmediatorin?

Ich helfe Ihnen, Meinungsverschiedenheiten zu lösen in Bezug auf Trennung, Scheidung, Betreuungsmodelle, Kindesunterhalt, Ehegattenunterhalt, Familienunterhalt, Vermögensaufteilung, Betreuung älterer Familienangehöriger, Familieneinkommen, Aufteilung von Familienerbe, Nachfolge in Familienunternehmen und andere Familienangelegenheiten.

Wie funktioniert Familienmediation?

In einem vertraulichen Rahmen helfe ich jedem Einzelnen, zu formulieren, was Ihnen wichtig ist. Ich helfe Ihnen, zu hören, was dem anderen wichtig ist. Mit meiner Unterstützung

    • identifizieren Sie die Probleme, die gelöst werden müssen,
    • priorisieren Sie die Probleme, um auf ein Thema zur Zeit fokussieren zu können,
    • diskutieren Sie mögliche Lösungen,
    • kommen Sie zu einer Einigung in Bezug auf Erziehungspläne und/oder finanzielle und andere Angelegenheiten,
    • arbeiten Sie an Ihrem sich entwickelnden Vereinbarungsentwurf, den Sie
    • überprüfen, nachbearbeiten und zur Unterschrift vorbereiten.

Kann eine Mediatorin rechtlich beraten?

In meiner Rolle als Mediatorin verfechte ich nicht die Sache einer Partei. Ich vertrete auch nicht einen von Ihnen, sondern bin allparteiliche Vermittlerin. Die für das Fallverständnis erforderliche juristische Information über rechtliche Normen oder Verfahrensabläufe kann ich geben, nicht aber rechtlichen, parteilichen Rat. In der Mediatorenrolle ich also kann nicht die ein oder andere Taktik empfehlen, mit der einer von Ihnen einen Vorteil hat. Sondern Sie selbst entscheiden nach Ihren individuellen Kriterien von Gerechtigkeit und Fairness, die wir gemeinsam erarbeiten. Sie entscheiden am Schluss, wo noch nachjustiert werden sollte. Auch die Informationen der Beratungsanwälte können hier mögliche Anhaltspunkte liefern.

Was, wenn mein Ex-Partner/meine Ex-Partnerin auf mich einen unnachgiebigen Eindruck macht? Ist Mediation dann auch das Richtige?

Mediation funktioniert oft trotzdem und Sie kommen - mit meiner Unterstützung - weiter, auch wenn Sie meinen, in eine Sackgasse geraten zu sein. Für die meisten Medianden sind Gespräche vis à vis nützlich und effektiv, für manche sind getrennte Gespräche (Shuttle) besser. Ich spreche dann einzeln mit Ihnen, stelle Fragen und trage wichtige Information und Vorschläge zwischen Ihnen hin und her.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Mediation?

Sobald Sie sich einig sind, dass Sie Ihre Streitigkeiten außergerichtlich klären wollen. Am besten versuchen Sie es mit Mediation, bevor ein etwaiger Rechtsstreit zwischen Ihnen zu viel Misstrauen stiftet. Mediation in einem frühen Stadium kann Ihnen viel Geld ersparen und Stress minimieren.

Brauche ich in der Mediation gar keinen eigenen Rechtsanwalt?

Doch. Sie brauchen jeder für sich parteiliche Beratung durch Familienanwälte im Laufe der Mediation. Um zu wissen, was Sie in der Mediation gerade vereinbaren, muss Ihnen klar sein, ob Sie auf etwas verzichten oder ob der andere Ihnen entgegenkommt. Wichtig ist, dass Sie in Informiertheit entscheiden. Sie können vor oder während der Mediation zu Familienanwälten gehen. Details besprechen wir gemeinsam. Beratungsanwälte prüfen auch die fertige Abschlussvereinbarung, damit Sie eventuelle Korrekturwünsche gemeinsam klären können. Da Vereinbarungen über Zugewinn oder Versorgungsausgleich oder über eine Eigentumsübertragung an Grund und Boden notariell beurkundet werden müssen, brauchen Sie dann einen Notar, der die von Ihnen unterzeichnete Mediationsabschlussvereinbarung beurkundet.

Wie viele Mediationssitzungen brauchen wir bei einer Scheidung?

Das hängt von der Menge der Themen ab. Einige Themen sind standardmäßig zu klären, andere spezielle Themen bringen Sie mit. Das hängt auch ab von dem Grad des Konfliktes zwischen Ihnen und davon, inwieweit Sie bereit sind, mit dem anderen in konstruktiver Absicht zu verhandeln, ohne sich von starken Emotionen im Prozess überwältigen zu lassen.

Über was sprechen wir in der Mediation?

Das kommt darauf an, ob Sie ledigliche eine Erziehungsvereinbarung brauchen oder ob es um eine Trennung geht oder ob es um den gesamten Trennungs - und Scheidungsablauf gehen soll. Oder ob Sie eine Erbauseinandersetzung klären und regeln möchten.

Folgende Aufzählung ist typisch, aber nicht abschließend:

Trennung/Scheidung:

    • Finanzielle Themen: „Wer lebt in Zukunft von welchem Geld? Wieviel werden wir brauchen?“ (Lebensbedarf/Kindesunterhalt/Ehegattenunterhalt), „Wer finanziert was in der Trennung?“ (Trennungsunterhalt/trennungsbedingter Mehrbedarf), „Wie teilen wir unser Vermögen auf?“, „Was passiert mit dem Haus/der ETW?“, „Was passiert mit den Zahlungen, die die Schwiegereltern in das Haus einbezahlt haben?" (ehebezogene Zuwendungen), „Wie gehen wir mit unseren Schulden um?“ (Zugewinnausgleich) "Welche anderen Fachleute benötigen wir möglicherweise?" (Steuerberater, Rentenberater, Gutachter etc.) und vielen anderen
    • "Wir sind gar nicht verheiratet: wie wird das dann geregelt?", „Wir sind ein gleichgeschlechtliches Paar: was müssen wir beachten?"
    • „Wie teilen wir unsere Altersvorsorgeanteile auf?“ (Versorgungsausgleich)
    • „Was passiert mit unserem Testament?“ oder „Wir wollen einander nicht mehr beerben – was können wir tun?“ (Erbrechtliche Fragen)
    • „Wie regeln wir die Steuerklassenänderung?", „Wie die Steuerrückzahlungen?", „Kann ich Unterhaltszahlungen absetzen?“, "Sollten wir einen Steuerberater konsultieren?"(Steuerrechtliche Fragen)
    • „Was müssen wir betreffend unsere (gemeinsamen) Versicherungen jetzt ändern" (Versicherungsrechtliche Fragen, Begünstigtenposition in Versicherungsverträgen)
    • Eltern-Themen wie „Wo werden unsere Kinder leben?", „Wie werden wir unsere Kinder betreuen und versorgen?" (elterliche Sorge/Umgang, Betreuungspläne)?, „Was heißt eigentlich Wechselmodell?", „Wer muss welche Summe aufbringen für den Lebensbedarf der Kinder, wenn wir ein Wechselmodell vereinbaren?" (Kindesunterhalt im Wechselmodell), „Wo sehen wir Chancen und Risiken eines Wechselmodells?", „Wie wollen wir unsere Kinder erziehen?", „Was sollten wir als Eltern besprechen und vereinbaren, damit unsere Kinder sich auf uns als Eltern verlassen können und eine gute Basis haben?“
    • Themen wie „Wie sollen wir in Zukunft wegen der Kinder in Kontakt bleiben/kommunizieren?", „Wie können wir vermeiden, uns in Zukunft bei Übergabe/vor den Kindern zu streiten?", „Wie gehen wir in der jetzigen Situation/in Zukunft mit unseren Familien und Freunden um: brauchen wir eine gemeinsame Haltung?", „Was passiert, wenn einer von uns einen neuen Partner hat: was können wir dazu vereinbaren im Hinblick auf die Kinder?", „Was sieht für mich eine faire Lösung aus?", „Was heißt für mich Fairness und Gerechtigkeit?“ spielen eine Rolle.
    • Und erfahrungsgemäß bringen die Medianden eigene, ganz spezielle Themen mit, wie: „Wenn wir das Haus verkaufen, wo soll dann meine Mutter leben?“ oder „Was passiert mit unserem Hund/Katze/Pferd?“ oder „Wie können wir weiter zusammen in der Praxis/Kanzlei/Unternehmen als Team arbeiten?“ oder „Mein Ex-Partner/meine Ex-Partnerin will in eine andere Stadt ziehen: wie können wir das jetzt regeln?“ usw.

Erbe:

      • „Wie kann ich steuern, dass bei meinem Tod mein Vermögen gut aufgeteilt ist, so dass meine Kinder sich darüber nicht streiten?", „Ich bin nicht verheiratet: wie kann ich dafür sorgen, dass mein Partner von mir etwas erbt?"

Wenn einer von uns skeptisch ist: sollen wir es dann trotzdem mit Mediation versuchen?

Ja. Möglicherweise können Sie eine Teileinigung bzw. eine Teilvereinbarung erreichen. Damit können Sie Zeit, Geld sparen und Ihre Nerven schonen. Dazu biete ich ein ca. 30-minütiges, für Sie unverbindliches Clearing Gespräch an. Fragen wie: „Ist Mediation das Richtige für uns? Ist Mediation riskant? Wie teuer ist das?“ werden geklärt. Sollten Sie dann in die Mediation einsteigen, werden die Kosten angerechnet. Sonst nicht.

Inwieweit ist Mediation finanziell vorteilhafter als ein Rechtsstreit?

Als Mediatorin rechne ich ausschließlich auf Honorarbasis ab. Für die Abfassung der Mediationsabschlussvereinbarung kommt bei mir noch eine Einigungsgebühr nach dem RVG dazu. Es fällt nur eine Einigungsgebühr an statt zwei Einigungsgebühren (wie im streitigen Verfahren). Das heißt, dass Sie in der Mediation kostengünstiger arbeiten können. Sie müssen dann noch die Beratungsanwälte, ggf. den Notar, einen Rechtsanwalt zur Durchführung der Scheidung sowie die Gerichtskosten dazurechnen. Genaueres lässt sich im persönlichen Gespräch klären. Solange beide Seiten an einer akzeptablen Lösung interessiert sind und konstruktiv und zügig mitarbeiten, dürfte Mediation grundsätzlich finanziell vorteilhafter sein als ein Rechtsstreit.

Wie läuft eine Mediation ab?

Eine Mediation hat 5 Phasen:

  1. Vorgespräch und Arbeitsbündnis
  2. Themensammlung und Priorisierung
  3. Positionen, Stoffsammlung, Interessen und Bedürfnisse
  4. Optionensammlung
  5. Lösung verhandeln, Interessenabgleich und Formulierung einer Einzelvereinbarung,
    im Endergebnis: Unterzeichnung der Abschlussvereinbarung.

Ist Mediation immer erfolgreich?

Kein Konfliktlösungsinstrument ist immer erfolgreich. Und die Frage ist: was heißt „Erfolg“? Wenn Erfolg bedeutet, dass in Trennung und Scheidung beide Partner wichtige oder bedeutsame Ziele erreichen konnten, für die Kinder gut gesorgt ist und Sie sich möglicherweise danach weiterhin in die Augen sehen können: dann ist das ein Erfolg. Solange wir ein stimmiges Arbeitsbündnis haben und Sie bereit sind, von Ihren Maximalpositionen oder Erwartungen herunterzugehen und dem anderen ein Stück entgegen zu kommen, haben Sie eine gute Chance für einen Erfolg. Bis auf wenige Ausnahmen habe ich erlebt, dass Medianden nach Abschluss der Mediation sinngemäß gesagt haben:  „So konnten wir es selber steuern, wir hatten es in der Hand!“ oder „In der Mediation konnten wir neben den finanziellen und sachlichen Themen auch andere, weichere Themen besprechen, die wir alleine oder vor Gericht so nie hätten klären können“ oder „Für unsere Kinder war dies mit Sicherheit der bessere Weg, weil wir es mit weniger Krach regeln konnten“ oder „Da war immer jemand, der es mit uns ausgehalten hat!“.

Wenn ich schon einen Anwalt habe: kann ich dann trotzdem in die Mediation kommen?

Ja, Mediation ist auch dann noch möglich, solange Sie Ihre Vorgehensweise mit Ihrem Anwalt absprechen. Je nach Situation und Absprache Sie können bei Ihrem Anwalt bleiben oder einen Anwalt mandatieren, um sich beraten zu lassen und gleichzeitig die Ergebnisse außergerichtlich in der Mediation bearbeiten. Wichtig ist, dass Sie ein solches Vorgehen in der Mediation (und natürlich auch Ihrem Anwalt) offenlegen. Empfehelneswert ist dann, dass der andere Partner aus Fairnessgründen ebenso verfährt. Sie können auch Ihrem Anwalt mitteilen, dass Sie sich in Mediation begeben möchten und die rechtliche Bearbeitung zunächst ruhen soll, bis Sie wissen, wie es weiter geht.
Mediation kann auch in sehr konflikthaften Settings, in denen bereits Berater, Jugendamt, Anwälte und Familiengericht beteiligt sind, Sinn machen, um auch kleine Vereinbarungen oder versöhnliche Schritte zu erzielen. Einzelgespräche oder ein Shuttle, unterbrochen von Sitzungen mit beiden Partnern, kann hier nützlich sein. Grundsätzlich ist Mediation in fast jeder Phase möglich. Wichtig ist dann, die anderen Fachkräfte zu informieren, etwaige Fristen zu beachten und die Sache „auf Eis“ zu legen.

Was sind die Vorteile von Mediation?

    • Sie sind diejenigen, die entscheiden, wie Ihre Familie nach Trennung und Scheidung in Zukunft leben und funktionieren soll - nicht ein Familienrichter.
    • Mediation ist zumeist kostengünstiger.
    • Mediation ist stressfreier als ein familiengerichtliches Verfahren
    • Mediation ist schneller.